Späte Niederlage gegen Bebertal

geschrieben von rossby | 30 Aug, 2008

Am gestrigen Abend trat die Mannschaft des SV Holzhausen/Erwitzen zum Auswärtsspiel in Entrup gegen die SG Bebertal 08 an. Die Gastgeber sind so etwas wie die Wundertüte der Saison, einem Sieg gegen den Favoriten aus Rolfzen/Sommersell folgte am vergangenen Sonntag eine 1:7 Klatsche gegen Bergheim. Trainer Saban Cet konnte zwar wieder auf Michael Scholle zurückgreifen, doch fehlte gestern neben den Langzeitverletzten Michael Arens und Thomas Roßbegalle auch Florian Lüke. Zudem muss Süleyman Öztürk seine Sperre aus dem Spiel gegen Herste abbrummen. Folglich ergaben sich Veränderungen der Startaufstellung im Vergleich zum letzten Sonntag.  (weiter)

Auf holprigem Weg zum ersten Dreier

geschrieben von rossby | 26 Aug, 2008

Das Spiel am Sonntag hatte so fast alles, was ein Fußballspiel haben kann. Von Elfmeter über Tätlichkeit bis hin zu Traumtoren war soweit alles dabei. Unterm Strich stand ein 3:2 Auswärtserfolg beim SV Herste, doch immer der Reihe nach.

Vor dem Spiel sagte Coach Jannes Ulrich, für ihn zähle heute nur ein Sieg, egal auf welchem Wege er zustande käme. Er übernahm die Vertretung des Spielertrainers Saban Cet, welcher aus persönlichen Gründen nicht verfügbar war. Außerdem mussten die Langzeitverletzten Michael Arens (Schulter-OP) und Thomas Roßbegalle (Kreuzbandriss) ersetzt werden. Zudem fehlte mit Michael Scholle eine Alternative im defensiven Bereich, Murat Cetinkaya ging mit einer Erkältung angerschlagen in die Partie. So stellte der Coach Oktay Göktas ins Tor, davor spielten Heinz Böddeker, Roland Drewes sowie Osman Elmas in der Verteidigung. Die Absicherung der zentralen Mittelfeldspieler Murat Cetinkaya und Süleyman Oztürk übernahm Antonius Lüke auf der 6. Die Flügel besetzten Tuncay Sener (links) und Florian Lüke (rechts). Im Sturm spielte Christof Drewes leicht versetzt mit Stefan Roßbegalle. Als Reservisten standen Frederick Breker, Holger Drewes sowie Marc Maske zur Verfügung.

Erste Halbzeit

Das Spiel gegen Herste, das unter der Woche 2:2 beim TSC Steinheim gespielt hatte, agierte zunächst zurückhaltend. Sie boten nur eine echte und eine hängende Spitze auf, welche stets auch mit nach hinten arbeiteten. Diese Taktik konnten wir schnell zu unseren Gunsten ausnutzen. Wie schon am vorangegangenen Wochenende in Bergheim verstand es unsere Mannschaft, den Ball in den eigenen Reihen laufen zu lassen und sich über die Außenbahnen Strafraumaktionen zu erspielen. So konnte Süleyman Oztürk nach einer abgewehrten Ecke schon in der fünften Minute einen Distanzschuiss aus etwa 20 Metern im Herster Tot unterbringen. Der Treffer motivierte die Mannschaft, in der besonders der Torschütze durch unermüdlichen Einsatz zu gefallen wusste. Von Herste war unterdessen nicht viel zu sehen. Vielmehr fielen die meist fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichters ins Auge, die er zudem auch noch großzügig mit Karten belegte. In der 25. Minute folgte dann ein Rückschlag für den HSV. Öztürk wird an der Mittellinie unnötigerweise vom Herster Spielführer gefoult, dieser fällt offensichtlich nach dem Foul noch auf den HSV-Akteur. Dieser schubst ihn weg und erhält dafür vom Schiedsrichter glatt Rot. Der Übeltäter kommt unterdessen ungestraft davon, lediglich ein weiterer Herster Spieler bekommt eine gelbe Karte, weil er sich beim Schiedsrichter beschwert hatte. Für Öztürk rückste dann Stefan Roßbegalle eine Position zurück. In der Foge konzentrierte sich unsere Mannschaft auf die Defensive. Für die Zuschauer neben dem Platz war nicht ganz ersichtlich, ob Herste nicht konnte oder nicht wollte, jedenfalls verlor das Spiel in der Folge deutlich an Qualität. Druck konten sie mit zumeist längen Bällen doch erzeugen, doch Oktay Göktas im Tor sowie Heinz Böddeker in der Luft wussten Gegentore zu verhindern. In der 45. Minute sollte Herste dann dafür bestraft werden, dass sie ihre zahlenmäßige Überlegenheit nicht in Tore ummünzen konnten. Tuncay Sener tritt zum Freistoß nahe der rechten Eckfahn an, sieht Stefan Roßbegalle am 5 Meterraum völlig frei und spielt ihn an. Dieser schießt, der Ball segelt durch die Luft und senkt sich schließlich ins lange Eck des Herster Tores. Neben dem Torjubel sah man auch ein wenig Humor in den Gesichtern der Zuschauer, denn drei Herster Spieler, inklusive der Torwart, versuchten noch den Schuss abzulenken und landeten dabei über- und nebeneinander in den eigenen Maschen. Zum kuriosen Treffer selbst sagte der Torschütze: „Ich habe die Situation sofort erkannt und habe von allen denkbaren Möglichkeiten die spektaulärste gewählt.“ Gut, dass er das klargestellt hat, denn sonst hätte man glatt denken können, dass er voll am Ball vorbeigetreten und einfach nur sehr, sehr viel Glück gehabt hatte :-) So ging es mit einer 2:0 Führung in die Pause. Prinzipiell konnte man bis dato mit dem Spiel der Mannschaft vor der roten Karte zufrieden sein, danach konnte man imerhin mit dem Halbzeitergebnis ein wenig beruhigt in die Kabine gehen.

Zweite Halbzeit

Direkt nach Wiederanpfiff wird Christof Drewes bei einem sehenswerten Dribbling auf dem linken Flügel gefoult, was eine Ampelkarte für den Herster Akteur „Chef“ mit sich brachte. Gespielt wurde also 10 gegen 10. Der Verweis schien die Herster Mannschaft allerdings zu motivieren. Sie spielten nun deutlich offensiver, nun mit 2 echten Stürmern und immer wieder blieben auch Mittelfeldspieler vorne stehen. Dies bereitete dem HSV Probleme, zumal die Zuordnung im Mittelfeld ein ums andere Mal nicht konsequent eingehalten wurde. Herste kam zu Tormöglichkeiten, doch zunächst konnte Oktay Göktas Schlimmeres verhindern. Später musste aber auch er sich geschlagen geben, Herste konnte auf 1:2 verkürzen und war weiter am Drücker. In dieser Phase konnte unsere Mannschaft kaum für Entlastungsangriffe sorgen, das Spiel über die Flpgel war nicht mehr zu erkennen, zumal die Außen im Mittelfeld eher auf Halbpositionen agierten. Kapitän Böddeker kommentierte diese Lähmung im Spiel nach vorne treffend mit dem Statement „alles was an Bällen nach vorne geht kommt sofort wieder zurück. Da Herste seine inzwischen spielerische Überlegenheit nicht in Tore ummünzen konnte, kam es dazu, dass Christof Drewes nach einem Foul im Herster 16-Meterraum ein Strafstoß zugesprochen wurde. Diesen verwandelte Murat Cetinkaya souverän zum zwischenzeitlichen 3:1. Doch wer dachte, dass dies eine Entscheidung sein könnte, der irrte sich gewaltig. Nur ein paar Momente später gelang Herste erneut der Anschlusstreffer. Das Spiel wurde zunehmend hektischer, Herste drängte mit aller Kraft auf den Ausgleich, unsere Mannschaft war darauf bedacht diese Bemühungen abzuwehren. Coach Ulrich brachte noch Holger Drewes und Frederick Breker für die erschöpften Stefan Roßbegalle und Tuncay Sener. In dieser Phase des Spiels konnte unsere Mannschaften sich noch Kontergelegenheiten herausspielen, doch Christof Drewes kam an eine scharf vor das Tor geschlagene Flanke von Florian Lüke nicht mehr heran und Antonius Lüke scheiterte mit einem Distanzschuss am Herster Schlussmann. In der Defensive stach zum Schluss ebenfalls Christof Drewes hervor, der in den letzten 10 Spielminuten jeden hohen Ball des SV Herste mit dem Kopf klärte. Kurz vor Schluss dezimierten sich die Gastgeber ein weiteres Mal. Nach einem Foul nahe des Mittelpunktes ging ein Herster Spieler zu Boden und musste behandelt werden. Der Torwart, der herbeieilte, muss sich wohl im Ton vergriffen haben und kassierte die nächste Ampelkarte. Herste versuchte nochmal auf den Ausgleich zu drängen, allerdings wurden die hohen Bälle, wie schon erwähnt, souverän abgewehrt. So konnte im zweiten Saisonspiel der erste Sieg eingefahren werden.

Fazit

Lobenswert auf jeden Fall das Spiel der Verteidiger. Roland Drewes war es zu verdanken, dass der Herster Stürmer Chris Rasche, der sich am vorigen Spieltag gleich doppelt in die Torschützenliste eintragen konnte, lediglich als Schütze von Herster Standardsituationen in Erscheinung trat, und auch dort weitesgehend harmlos blieb. Auch Osman Elmas spielte sehr diszipliniert und wusste durch konsequentes Rausrücken dem ballführenden Spieler eine Anspielstation zu bieten. Ebenfalls stark war Öztürk, jedenfalls solange er gespielt hat. Der Sturm mit Christof Drewes und Stefan Roßbegalle hatte letztlich zu wenig Zeit, um zu zeigen wie torgefährlich er ist, es waren allerdings in den ersten 25 Minuten sehr gute Ansätze zu beobachten. Auch Oktay Göktas im Tor ist es aufgrund der ein oder anderen Parade auf der Linie zu verdanken, dass der Auswärtssieg unter Dach und Fach gebracht werden konnte. Abzuwaten bleibt die Sperre nach der roten Karte. Erwähnenswert ist auch auf jeden Fall der Schiedsrichter, der mit Karten absolut nicht geizte und durch seinen überrtrieben wirkenden autoritären Stil doch das ein oder andere verblüffte Gesicht unter den Zuschauern hinterließ. Zum Abpfiff hatte sogut wie jeder Herster Akteur einen gelben Karton gesehn (manche sogar 2) und auch bestimmt die Hälfte der Holzhauser und Erwitzer Akteure hatte eine Verwarnung bekommen. Die Spieler verstanden sich auf dem Platz jedoch prinzipiell gut, da man gemeinsam der Meinung war, der Schiedsrichter übertreibe (um es mal diplomatisch auszudrücken).

Für das Spiel am kommenden Freitag braucht man also keinesfalls pessimistisch sein, mit einer konzentrierten Defensivleistung und durchgehend 11 Spielern auf dem Platz dürfte auch im Auswärtsspiel in Entrup gegen die SG Bebertal 08 einiges drin sein.

HSV/E.: Oktay Göktas – Heinz Böddeker – Roland Drewes, Osman Elmas – Antonius Lüke – Tuncay Sener (80. Frederick Breker), Murat Cetinkaya, Süleyman Öztürk, Florian Lüke – Stefan Roßbegalle (78. Holger Drewes), Christof Drewes

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geschrieben von rossby | 23 Aug, 2008
Seit etwa einer halben Stunde bin ich von meinem Krankenhausaufenthalt zurück. Nach meiner OP am Mittwoch bezüglich den Kreuzbandrisses habe ich außerdem noch eine Punktion im Knie gehabt und ein wenig Krankengymnastik. Geht mit dem Bein inzwischen auch schon wieder ganz gut, die Fortschritte waren am Donnerstag wirklich mit jeder An- und Entspannungsübung zu spüren. Markus Miller (Towart beim KSC) stand letzte Saison übrigens nach etwas mehr als 90 Tagen nach seinem Kreuzbandriss wieder im Tor... Ein so schnlles Comeback plane ich allerdings nicht, die Saison hab ich also (zumindest als Spieler) schon abgehakt, bevor sie begonnen hatte.

Hmmmmm.........

geschrieben von rossby | 14 Aug, 2008

Als ich mich letzt Woche im Testspiel gegen Altenbergen verletzt hate, dachte ich zunächst ans Schlimmste. Ist halt das erste, was einem innen Kopf kommt, wenn sich ein Knie verdreht. Tat auch saumäßig weh. Aber Kreuzbandriss? Tat immerhin außen mehr weh als anderswo. In der Notaufnahme konnte man aus den Röntgenbildern nix erkennen, Dienstag sagte der Arzt, ich solle Donnerstag nochmal wiederkommen, ehe heute ein Arztmarathon folgte. Los gings in Brakel bei Dr. Micus, als er das Knie sah, ordnete er eine Punktur an. Nachdem ich dann bei Warten kurz davor war, meinen Kreislauf zusammenbrechen zu lassen (dem Geruch alter Leute sei Dank) wurde dann aus dem Knie eine Menge von 75 ccm Blut punktiert. Also ab ins Krankenhaus. Dort in der Notaufnahme machen sie erst ab 12 was, es war aber mit 11:15 Uhr zumindest früh genug, um als erster später dranzukommen. Der nächste Arzt ordnete ne Kernspin an, beim Doc nebenan. Also dorthin. Kernspin ist überigens wirklich voll laut, allerdings fand ich es beachtlich schwieriger mein Knie ruhig zu halten, als mich nicht vom Geräuschpegel verrückt werden zu lassen. Die Bilder gaben jedenfalls Aufschluss. Was der erste Arzt vermutete bestätigte der Zweite: Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie. Der Arzt fragte, welche sportlichen Ambitionen ich denn hätte, naja, was fällt einem denn wohl nach so ner Diagnose ein? Olympiasieger auf der Playstation? Eher weniger. Jedenfalls werde ich wohl diese Saison nicht meine angekündigten 7 Hütten + X knipsen.

Nochmal für alle zum Mitschreiben (um blöden Fragen vorzubeugen): Ich hab nen Kreuzbandriss und werde wohl mindestens ein Jahr kein Fußball mehr spielen könne,ob ich danach wieder angreife, kann ich noch nicht sagen. Ja, es ist beim Fußball passiert, ich stoppte aus dem Vollspurt ab, hatte das linke Bein in der Luft und verdrehte das rechte Standbein. Ja, tat im ersten Moment verdammt weh. 

P.S. Ich dachte dabei eigentlich, ein Kreuzbandriss, würde mehr schmerzen...